Waldkindergarten-Aktuelles

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Um aus der Not eine Tugend zu machen, entschied sich das Team, den arg windigen Montagvormittag für einen Büchereibesuch zu nutzen. Die Bücherei Kaufering hat unsere Kindergartenprojekte schon häufiger intensiv unterstützt, indem sie uns projektbezogene Bücher aussortierte und uns diese über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellte. Nunmehr öffnete sie uns ihre Türen an einem publikumsfreien Vormittag. Allerdings trafen wir uns dennoch in der Früh im Wald. Eine Mama transportierte die Rucksäcke zur Bücherei, so dass die Kinder ohne Gepäck auf Wanderschaft gehen konnten. Eine hochmotivierte Gruppe von 16 Kindern setzte sich in Gang. Trotz Wind und  teils leichtem Schnee gab es kein Klagen auf der doch recht langen Strecke. Erstaunlich früh erreichten wir unser Ziel. Eigentlich wollten wir nur unsere Rucksäcke holen, um unsere Brotzeit auf einem nahen Spielplatz einzunehmen. Nachdem sich das Wetter in diesem Moment gerade nicht sehr freundlich zeigte, lud uns Frau Hecht vom Büchereiteam direkt in die Bücherei ein. So aßen wir im Trockenen, bevor sich unsere Bücherwürmer in die Welt des geschriebenen Worts stürzten. Eifrig suchten die Kinder nach literarischen Werken und fanden im Team reichlich Unterstützung beim Vorlesen. Das Interesse am Buch schwand bei den Kindern unterschiedlich schnell. Schließlich durften alle Kinder noch gemeinsam einer Geschichte lauschen. Die Konzentration wurde jedoch immer schwächer, sodass sich alle Kinder noch ein Medium für den Kindergarten auswählen durften und das Team ein gemeinsames Bewegungsspiel bis zur Abholung anbot. Mit viel Lob für die Disziplin unserer Kinder verabschiedete sich das Büchereiteam. Kerstin Riedel

Anfang Dezember führten wir unseren jährlichen obligatorischen Feueralarm durch. Im Vorfeld unterhielten wir uns ausführlich über den Umgang bei offenen Feuer, eruierten die Gefahren und die Maßnahmen im Brandfall. Schließlich führten wir an verschiedenen Orten Feueralarme durch: im Tipi, im Morgenkreis und im Bauwagen (sowohl bei Feuer im vorderen, als auch im hinteren Bereich). Gemeinsam mit den Kindern trafen wir uns jeweils an unserer Sammelstelle und wählten fiktiv den Notruf. Die meisten Kinder waren mit Begeisterung dabei und wussten auch bei unserer Wiederholung am Freitag über den genauen Vorgang noch gut Bescheid. Am Freitag erweiterten wir die Probe. Wir luden die Feuerwehr der Bundeswehr zu uns in den Wald ein. Mit viel Geduld und Hingabe erklärten uns die Feuerwehrmänner ihre Arbeit und stellten uns ihr Fahrzeug und ihre Materialien vor. Sie mussten sich sehr vielen Fragen stellen und waren äußerst überrascht über das Fachwissen unserer Kinder. Nach all der Theorie wurde es praktisch, als die Kinder selbst Wasser pumpen und spritzen durften. Fast alle Kinder nutzten die Chance, einmal Feuerwehrmann/frau zu sein! Allmählich ermüdeten die kleinen Helfer jedoch und wir luden die Feuerwehrmänner zu einer Besichtigung zu uns in den Wald ein. Wir schmetterten als Dank noch ein lautes Weihnachtslied und verabschiedeten uns von unseren Gästen. Kerstin Riedel

In unserem Morgenkreis lugte heute plötzlich der Nikolaus sachte ums Eck unseres Schattenkreises. Obwohl die Kinder in freudiger Erwartung waren, überraschte der Nikolaus uns dann doch mit seinem plötzlichen Erscheinen. Er setzte sich zu uns in den Kreis und lauschte zunächst unserem Begrüßungslied: „Lasst uns froh und munter sein“. Schließlich begann er aus seinem goldenen Buch zu lesen. Der Inhalt des goldenen Buches, so ließ er uns wissen, stammt von den Beobachtungen seiner Engel über das letzte Kindergartenjahr hinweg. Er war wirklich gut informiert, fragte die Kinder schließlich noch über Details und bat sie um Rücksichtnahme, Respekt und Achtung ihren Mitmenschen und den Gegenständen gegenüber, mit denen die Kinder im Kindergartenalltag zugange sind. Die Kinder jeglichen Alters gingen gern auf seine Fragen ein und zeigten sich äußerst informativ, so dass unser Nikolaus nicht selten den Faden verlor. Wir machten unseren Gesprächsbedarf mit zwei weiteren Liedern wett und präsentierten „Bimmelt was die Straß` entlang“ und „In der Weihnachtsbäckerei“. Endlich leerte der Nikolaus seinen Sack und heraus purzelte so manch neuer Ball. Außerdem beglückte uns der Nikolaus mit einer leckeren Brotzeit für unser Nikolaus-Buffet. Wir verabschiedeten uns ebenfalls mit einem Geschenk und dem Lied: „Schneeflöckchen Weißröckchen“. Der Nikolaus machte sich von dannen und wir flitzten mit unseren neuen Bällen auf die Wiese und probierten sie intensiv aus, so dass wir bei der Brotzeit wieder warm waren und uns hungrig auf die Nikolaus-Brotzeit stürzten. Kerstin Riedel

Das Wetter machte es notwendig, dass wir uns am 21. Oktober ein Notquartier suchten. Wir entschieden uns, die Kletterhalle Kaufering zu besuchen. Nachdem der Wind vor allem in den Morgenstunden so heftig wehte, dass er eine Windstärke von bis zu 7 Bft erreichte, starteten wir den Tag direkt an der Halle. Die Betreiber der Kletterhalle waren so freundlich, uns ihren Partyraum zum Aufenthalt zur Verfügung zu stellen. Dort trafen wir uns und führten zunächst unseren Morgenkreis durch. Gegen 9.00 Uhr ließ das Team „die Leinen los“, die Kinder stürmten das dortige Spieleparadies und verausgabten sich völlig. Die Kinder genossen das Toben im Bälle-Bad, sie rutschten, balancierten, schaukelten und kletterten. Bereits während der Brotzeit wurden einige Ermüdungserscheinungen sichtbar. Dennoch ging es danach für die meisten Kinder abermals heiß her, andere genossen das Kuscheln beim Betrachten von Büchern. Bei unserem Abschlusskreis wurde noch deutlicher, wie erschöpft unsere Kinder waren – der Kreis war unverhältnismäßig leise! Um 12.30 Uhr übergab das Team den größten Teil der müden Kinder ihren Eltern. Unsere Mittagskinder begaben sich bei windigem, aber sehr sonnigem Wetter für den restlichen Tag auf den Spielplatz. Hier wurde auch die zweite Mahlzeit eingenommen und nochmals die letzten Kräfte mobilisiert. Kerstin Riedel

Das Team des Waldkindergartens bedankt sich nochmals ganz herzlich für die vielen fleißigen Hände, die vorbereitend oder während unseres Arbeitsdienstes so tatkräftig mit angepackt haben. Wir freuen uns, endlich wieder über einen stabilen Brotzeittisch, über wackelfreie Bänke im Morgen- und Schattenkreis, über eine wunderschöne neue Pieselstelle, eine dazugehörige Garderobe und einen neuen Sägeplatz für unsere Kinder zu verfügen. Auch die Garderobe wurde unseren derzeitigen Anforderungen angepasst und von Schmutz befreit, einige Bäume neu fixiert, Rindenmulch an diversen Stellen im Gelände verteilt und unsere Tanne und unsere Solarzelle freigenschnitten. Motorsägen sorgten für neues Brennholz bzw. halfen, so manche Bänke für unsere Jüngsten neu zuzuschneiden. Im Spielgruppenbereich entstand ein neues Häuschen, ein neuer Sitzkreis und es wurden Vorbereitungen für das Spannen einer Plane über den Esstisch getroffen.

Ein großes Dankeschön geht auch an die Firma Hilti, an Beni Feike und Herrn Schmid, die uns als externe Kräfte beim Tipiaufbau zur Seite standen.

Das Wetter war uns hold und trug sicher seinen Teil dazu bei, dass bei einer sehr entspannten Arbeitsatmosphäre so vieles erreicht werden konnte. Ihr seid spitze!!! Kerstin Riedel

Auch in diesem Kindergartenjahr besuchte der Waldkindergarten den Ernte-Dank-Altar der St. Johann-Kirche in Kaufering. Zu Fuß machten die Kleinen sich zunächst hoch motiviert, dann jedoch ein bisschen verhaltener auf den Weg. In der Kirche angekommen, setzten sich alle in einem Halbkreis um den Altar, begutachteten und benannten die leckeren Früchte. Mit einem kleinen Lied bedankte der Waldkindergarten sich für die Gaben.

Danavch ging es zum Spielplatz, um dort die Brotzeit einzunehmen und die Geschichte vom Kartoffelkönig zu hören. Dabei krönten die Betreuerinnen den diesjährigen Kartoffelkönig, den Lukas gefunden hatte. Danach gab es endlich Zeit zum Spielen auf dem Spielplatz.

Am folgenden Tag brachten die Kinder verschiedene Lebensmittel mit in den Kindergarten, die im Morgenkreis zugeschnitten und dekoriert wurden und bei der Brotzeit das Ernte-Dank-Buffet füllten. Lecker, so ein Buffet.                                                                         Kerstin Riedel

Strahlendes Wetter begleitete die Kinder bei der Kartoffelernte. Peter Laber hatte ihnen in Penzing einen Streifen seines Kartoffelackers zum Ernten zur Verfügung gestellt. Teils hochmotivierte, teils etwas skeptische Kinder zogen frühmorgens mit ihren Eimern und Schaufeln los und schon bald landete die erste Kartoffel im Eimer.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Aus allen Ecken des Ackers erklangen Freudenrufe, überall wurden die Kinder fündig und buddelten umso motivierter. Ein großer Ansporn war das Finden des Kartoffelkönigs, also der größten Kartoffel. Am Ende siegte Lukas mit einer 543 Gramm schweren Kartoffel.

Nach der Brotzeit stand das Spielen für die meisten im Vordergrund – verdient, denn die Kinder hatten fast sechs Säcke Kartoffeln geerntet, die der Kindergarten behalten durfte. Sie werden bei einem Kochprojekt genossen.

Auch die kleinen Bauern und Bäuerinnen durften sich die Eimer füllen und mit nach Hause nehmen.                                                                                               Kerstin Riedel

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