Waldkindergarten-Aktuelles

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Spende statt Weihnachtskarten – diese Idee setzte die auch für Landsberg zuständige IG Metall Weilheim um. Deshalb freuten sich (von links) Lebenshilfe-Geschäftsführer Christoph Lauer und Waldkindergarten-Leiterin Kerstin Riedel über 200 Euro, die für die Finanzierung des neuen Bauwagens verwendet werden. Der Kontakt kam über Stephanie Klöck, Hilti-Betriebsrätin und Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall, zustande. Den Scheck brachte der neu gewählte 2. Bevollmächtigte der IG Metall Weilheim, Karl Musiol, mit. Beide zeigten sich bei einer Führung durch den winterlichen Waldkindergarten sehr interessiert am spannenden Alltag der Kleinen.

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt`s so manche Leckerei“ – so hieß es, als die Kleinen des Waldkindergartens sich zum Plätzchenbacken in einem Gebäude der Lebenshilfe trafen. Bepackt mit den Backutensilien und ganz viel Vorfreude kamen die Bäcker und Bäckerinnen in der Früh an. Da nicht alle Kinder gleichzeitig in die Backstube gehen konnten, bildeten wir vier 4 Gruppen: Die einen bastelten an ihren Weihnachtsgeschenken, die anderen malten, gingen auf den Spielplatz oder fingen an zu kneten. Schon bald war der erste Teig im Kühlen und die ersten Plätzchen auf den Blechen. Der Plätzchenduft beflügelte die Kinder und die Bleche und Dosen füllten sich. Während einige Kinder noch buken, wurde eine andere Kindergruppe aktiv beim Verzieren. Leider verging die Zeit viel zu schnell und die restlichen Plätzchen konnten erst am nächsten Tag gestaltet werden, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen! Nun warten die Kinder gespannt auf das Verkosten ihres Backgutes.

Auch heuer fand der Nikolaus trotz Schneefreiheit wieder zu uns in den Kindergarten. Wir sangen gerade unsere Morgenlieder, als wir plötzlich ein feines Klingeln wahrnahmen. Der Nikolaus gesellte sich zu uns und rasch war ein wunderbares Gespräch entfacht. Er fragte uns eine Menge über unser Miteinander und den Umgang mit seinen ehemaligen Geschenken, las uns aus seinem goldenen Buch und berichtete von seinen Beobachtungen. Natürlich wünschte er sich von uns auch wieder eine musikalische Untermalung seines Besuchs und wir boten all unser Repertoire zum Besten. Schließlich verließ er uns, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich im Bollerwagen Geschenke für den Kindergarten und ein Frühstücksbuffet befanden. Die Kinder freuten sich über neues Malmaterial, Nüsse, Lebkuchen, Orangen, Äpfel und so manches mehr. Vielen Dank, lieber Nikolaus.

Endlich durften wir wieder eine gemeinsame St. Martin-Feier mit den Eltern erleben! Lange bereiteten wir uns darauf vor: Laternen wurden gestaltet, Lieder einstudiert, die St. Martin Geschichte vielseitig erarbeitet und so manche zusätzliche Bastelaktion durchgeführt. Auch das Wetter war uns hold!

Um 17.00 Uhr erstrahlte der Wald in einem Lichtermeer. Besonders schön erleuchteten die vielen Laternen das Gelände. Diese kamen jedoch erst später zum Einsatz, denn zunächst führten die Kinder in unserem Morgenkreis die Geschichte von St. Martin vor und sangen gemeinsam mit den zahlreichen Gästen die vielen Laternenlieder. Auch wir machten es St. Martin gleich und teilten! Alle Kinder hängten im Wald selbst erarbeitetes Vogelfutter für unsere gefiederten Freunde auf. Nun konnte der Umzug beginnen. Viele tanzende Lichter machten sich auf den Weg und nochmals erklangen hell die verschiedensten Laternenlieder. Als alle Gäste unser Martins-Tor erreicht hatten, durften sie einer Geschichte von St. Martin und den Gänsen lauschen. Die Kinder teilten sich im Anschluss eine gebackene Gans und das Buffet wurde eröffnet! Mit süßen Leckereien oder Grillware sowie Kinderpunsch und Glühwein stärkten und wärmten sich unsere kleinen und großen Gäste und ließen den wunderschönen Abend allmählich ausklingen.

Wir sagen nochmals Dankeschön an das Organisationsteam und alle Eltern, die durch ihren Einsatz halfen, den gemeinsamen Abend erfolgreich zu gestalten. Schön, dass sich auch unsere Kasse durch den Verkauf der Nüsse und Kartoffeln nicht unerheblich füllte.

Alles rabenstark! Oder hauen, bis der Milchzahn wackelt?“, so lautete das Motto bei Rabe Socke und dem Complizen-Theater Hannover. Eine lebendige, lustige und musikalisch unterlegte Inszenierung des Kinderbuchs von Nele Moost wartete auf unsere Kinder. Schönes Wetter begleitete uns am Vormittag des 8. November. Der Weg vom Mutterturm zum Spielplatz war schnell geschafft, die Aufregung trieb uns voran. So gab es noch reichlich Gelegenheit zum Spielen, bevor das Team zur Brotzeit rief. Nach der Stärkung begaben wir uns auf den Weg zum Theater. Unsere Kinder verhielten sich vorbildlich: das Ausziehen, der Toilettengang und das Warten waren von Geduld und gegenseitiger Rücksichtnahme geprägt! Schließlich wurde unsere Gruppe gebeten, die erste Reihe einzunehmen. Die Spannung wuchs! Auch jetzt verhielten sich alle Kinder beispielhaft. Anders sah es auf der Bühne aus. Dort wurde so richtig gezofft, als sich der Wolf in der Ritterburg von Rabe Socke und dem Dachs breit machte. Eine Lösung musste her! Eine Thematik, die uns (normalerweise) täglich begegnet. Die Mitmachgeschichte lud die Kinder zum Mitsingen, Klatschen, Lachen und zum Eintauchen ein. Nach 50 Minuten waren viele Kinder dennoch recht müde. Rasch zogen wir uns wieder an und liefen zurück auf den Spielplatz. Die Kinder entschieden selbst, ob sie noch eine Brotzeit einnehmen oder lieber spielen wollen, bis die Eltern sie zwischen 13.00 Uhr und 14.00 Uhr wieder abholten.

Dank vieler fleißiger Hände war das Arbeitspensum für diesen Herbst recht schnell bewältigt. Sowohl im Kindergartenbereich, als auch in der Waldspielgruppe hat sich so einiges getan. Totholz wurde gestapelt, Seile neu verspannt, Unsicherheiten entfernt, die Bauwagenunterseite gesäubert, das Tipi von Grünpflanzen befreit… In diesem Jahr haben einige Eltern auch zusätzlich zu Hause so manche Aufgabe erledigt. So erhielten unsere Garderobenzeichen ein neues Outfit, das Lining für unser Tipi wurde größentechnisch angepasst und vernäht und diverse Holzarbeiten wurden fertiggestellt. Das Team sagt ganz herzlich Dankeschön all den Eltern, die uns immer wieder so hilfsbereit zur Seite stehen.

Einer Einladung folgend, erlebten unsere Kinder  ein weiteres Highlight. Wir durften den Büffeln in Beuerbach ein Stelldichein geben und obendrein die dortigen Früchte ernten. Wir trafen uns direkt auf dem Hof. Ausgestattet mit einem Schälchen begaben wir uns geradewegs nach dem Willkommens-Morgenkreis zu den Haselnusssträuchern und die Kinder stürzten sich sofort auf die kleinen Nüsse. Sie suchten und klaubten, bis die Wege frei von Haselnüssen und unser erster Korb reichlich gefüllt war. Schon ging es weiter zur Walnuss-Allee. Unzählige Mengen an Walnüssen säumten den dortigen Weg, so dass wir kaum vorwärtskamen und sich die nächsten Körbe sehr rasch füllten. Mit Begeisterung wurde jeder Nuss nachgesprungen, bis die Aufmerksamkeit auf die dortigen Büffel fiel. Zehn Büffel glotzten zu uns zurück. Schließlich entschied sich der Chef der Herde, dass es nun genug sei und gab uns mit dem Vorzeigen seiner Zähne zu verstehen, dass wir unsere Ernte fortsetzen sollten. Wir verstanden sofort und brachen auf zum Maroni-Baum. Auch hier wurden wir schnell fündig - Maronis und ein paar Äpfel fanden den Weg in unsere Bestände und unsere Mägen meldeten sich zu Wort. Die Brotzeit ließ uns etwas zur Ruhe kommen. Unsere Nussbestände nutzten wir im Anschluss für diverse Spiele. Den Tag ließen wir mit einem Besuch der Wollschweine ausklingen. Schön, dass wir ein so tolles gemeinsames Event durchführen konnten.

Natürlich besuchten wir auch in diesem Jahr wieder den Erntedankaltar, der nach längerer Zeit wieder in der Leonhardi-Kapelle vorbereitet wurde. Wir trafen uns bei strahlendem Sonnenschein auf dem Spielplatz am Brückenwirt. Nach den Morgenritualen setzten wir die Rucksäcke auf die Rücken, jeder Pate suchte sich sein Patenkind – und auf ging es! Ein wunderschöner herbstlicher Weg führte uns entlang des Lechs bis zu einem steileren Pfad. Die Kinder stellten bereits fest, dass sie sich nunmehr auf einer Bergtour befanden. Kurz nach dem Erreichen des „Gipfels“ sahen wir auch schon die Kirche. Da unsere Mägen unterwegs bereits sehr zum Knurren begannen, entschieden wir uns, zwei sich nähernden Kindergruppen den Vortritt in die Kirche zu lassen und zunächst unseren Hunger zu stillen. Während der Brotzeit krönten wir obendrein unseren Kartoffelkönig. Mit leisen Schritten begaben wir uns im Anschluss zum Altar, der äußerst liebevoll hergerichtet war. Die Kinder benannten, was sie sahen und wir überlegten gemeinsam, warum sich Lebensmittel in der Kirche befanden. Schließlich sprachen wir unseren Spruch „Der Bauer säht mit Müh und Not“ und machten uns wieder auf dem Weg zum Spielplatz. Bis zur Abholzeit verbrachten wir dort noch netten Momente.

Nachdem wir eine Woche sehr viel über die Kartoffel lernten, indem wir die Kartoffel mit allen Sinnen wahrnahmen, mit ihr Spiele machten, Wissenswertes erfuhren, mit ihr experimentierten und lernten, wie wir sie zum Schwimmen bekommen und aus welchen Bestandteilen sie besteht, wollten wir die dicke Knolle endlich so richtig kennenlernen und vor allem den diesjährigen Kartoffelkönig ermitteln. Herr Laber stellte uns abermals einen Ackerstreifen für unsere Kartoffelernte in Penzing zur Verfügung. In der Früh trafen sich 23 begierige Bauern und Bäuerinnen, gerüstet mit Gummikleidung, Gummistiefeln, Schaufeln und Eimern und schritten zur Tat.  Schon nach wenigen Sekunden gab es die ersten Jubelschreie … und es folgten noch zahlreiche! Alle Kinder beteiligten sich intensiv an der Suche und gruben die Ackerstreifen nach Herzenslust um. Bereits vor der Brotzeit lag ein sehr großer Berg mit Kartoffeln vor und alle Kinder brachten immer wieder ihre größten Funde zum Wiegen. Es stellte sich heraus, dass der Kartoffelkönig bereits in den ersten Minuten an das Tageslicht gezogen wurde. Unser Lukas R. fand die dickste Knolle mit einem Gewicht von 130 Gramm. Nach der Brotzeit war die Begeisterung nicht mehr ganz so groß – erste Anzeichen von Müdigkeit und Erschöpfung wurden wahrgenommen. Dennoch schafften es die Kinder, das gesamte Stück, das uns zur Verfügung gestellt wurde, abzuernten und wir konnten uns abermals über einen Ernteerfolg von fünf Sack Kartoffeln freuen, die wir im November verkochen werden. Natürlich durften sich auch alle Kinder ein Eimerchen voller Kartoffeln mit nach Hause nehmen. Schön, dass es genau am Tag unserer Kartoffelernte nicht regnete und sich sogar die Sonne teils etwas zeigte.


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