HPT1-Aktuelles

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Liebe Eltern, liebe Interessent*innen,

die HPT 1 ist von Montag, 09.08.21 bis Montag, 06.09.21 in den Ferien.

Der erste Betreuungstag nach den Ferien ist Dienstag, 07.September.

Wir wünschen Ihnen eine erholsame, sonnige und gesunde Zeit!

Ihr HPT 1 Team

Sprachstörungen sind eine der häufigsten und vielfältigsten Entwicklungsstörungen im Kindesalter. In der Heilpädagogischen Tagesstätte 1 therapieren die drei Logopädinnen verschiedenste Krankheitsbilder im Bereich der Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.

Jan (3) hat spät zu sprechen begonnen. Erst mit gut zwei Jahren fing er an zu lautieren. Seine Eltern sind verunsichert, ob das normal ist. Der Arzt diagnostiziert eine verbale Entwicklungsdyspraxie. Dabei handelt es sich um Schwierigkeiten, das Sprechen motorisch zu planen.

In der HPT1 geht er zweimal in der Woche zur Logopädie. Zusätzlich zur Aussprache soll sein Wortschatz erweitert werden, sodass es ihm leichter fällt, in Kommunikation zu treten. Ein Kommunikationsbuch, in dem Bilder aus dem Alltag und von einzelnen Tätigkeiten enthalten sind, dient als Hilfe für leichteres Verständnis und Kommunikation.

Im weiteren Therapieverlauf erhält Jan einen Talker (Sprachcomputer). Diesen kennt Jan schon von der Nachbargruppe.

Martin (4) kann sich schlecht konzentrieren. Seine Grammatik ist eingeschränkt. Obendrein hat er eine sogenannte Wortabrufstörung. Das bedeutet, dass er Wörter verwechselt, oft nicht das richtige Wort findet und deshalb eventuell ein anderes verwendet. In der Logopädie lernt er damit umzugehen und Strategien zu entwickeln, wie er schneller auf Wörter zurückgreifen kann.

Hanna (5) vertauscht immer wieder Laute. Statt „Sch“ benutzt sie „S“, statt „R“ „L“. Gerade vor Schulbeginn treten diese sogenannten phonologischen Störungen auf. In der Logopädie lässt sich dies auf eine spielerische Art und Weise gut therapieren.

Andreas (5) hat generell Probleme mit der Kraft und Koordination der Mundmuskulatur. Hierbei sind Zunge und Lippen betroffen. Folglich hat der Junge Schwierigkeiten beim Schlucken und Kauen. Die Nahrungsaufnahme ist für Eltern ein wichtiges Thema, auch dieses fällt in den Arbeitsbereich der Logopädinnen.

Peter (5) wächst zweisprachig auf. Generell ist Zweisprachigkeit an sich kein Nachteil, um Sprache richtig zu lernen. Doch Peter hat eine Sprachentwicklungsstörung in seiner Muttersprache und im Deutschen. Die deutsche Sprache lernt er in der HPT, seine Muttersprache wird zuhause gesprochen.

Peters Sprachverständnis ist eingeschränkt. Er tut sich schwer etwas zu verstehen. Ohne den entsprechenden Kontext kann er Gesagtes nicht oder kaum einordnen. Deshalb helfen ihm Bildkarten als visuelle Unterstützung.

Eine Kommunikationstafel hilft Kindern mit Migrationshintergrund wie Peter, aber auch nichtsprechenden Kindern. Auf ihr ist der wichtigste und am häufigsten verwendete Wortschatz der Kinder abgebildet – zum Beispiel die Wunschäußerung („Ich habe Durst“), Auskunft über etwas geben („Die Sonne scheint“), etwas erzählen („Ich gehe am Wochenende auf den Spielplatz“) oder eine Handlung fortsetzen/beenden („Ich bin fertig“). Damit ermöglicht die Kommunikationstafel den Kindern Teilhabe am sozialen Leben.

Eine Step-Taste ermöglicht nichtsprechenden Kindern das Erzählen von Erlebtem. Eltern und Erzieher besprechen diese Taste mit kurzen Sätzen aus der Perspektive des Kindes, die beim Drücken der Taste wiedergegeben werden. So können Kinder und Erwachsene zuhören und verstehen.

Zur nichtsprachlichen Kommunikation gehören zudem die Gebärden. Gebärdet wird von einzelnen Lauten über Wörter bis hin zu kompletten Sätzen. Bildkarten dienen hierbei zur visuellen Unterstützung.  Diese logopädische Hilfestellung kann als Ersatz der Lautsprache, aber auch als Stütze dienen, um Kindern den Weg in die Sprache zu erleichtern.

Die Grundvoraussetzung für richtig Sprechen lernen, ist das Hören. Während des Kleinkindalters kommt es teilweise zu vermehrten Mittelohrergüssen, die das Hörvermögen negativ beeinflussen. Die Ärzte setzen dann oft Paukenröhrchen ein, durch die überschüssige Flüssigkeit abfließen kann und der Druck auf das Trommelfell entsprechend nachlässt. Das Kind hört dann wieder gut. Doch oft hat sich der längere Zeitraum mit schlechtem Hören schon negativ auf die Sprachentwicklung ausgewirkt. Verena Riedl

Die Kinder aus der Heilpädagogischen Tagesstätte für Vorschulkinder (HPT1) der Lebenshilfe Landsberg freuen sich: Dank Ergotherapeutin Verena Riedl (links) ist das heiß ersehnte Klangbett für den Snoezelenraum nun finanziert. Ulrike Riedl (rechts) und Maria Hierl (2. von rechts) vom Vorstandsteam des Katholischen Frauenbunds, Zweigverein Lagerlechfeld, überreichten HPT1-Leiterin Ulrike Stamm einen Scheck über 700 Euro. Das Geld hatten die rund 40 Frauen aus dem Zweigverein des deutschlandweit größten Frauenverbands unter anderem durch den Verkauf von selbst gestalteten Osterkerzen eingenommen. Daniela Hollrotter

 

„Ohne Bene würde was fehlen“, sagt Clara (8). Denn auch wenn er manchmal „nervt“, verbreitet ihr zwei Jahre jüngerer Bruder doch so viel Liebe, Fröhlichkeit, aber auch Fürsorglichkeit wie kaum ein anderes Kind. Obwohl oder vielleicht gerade weil Bene das Down-Syndrom hat.

Die Diagnose kam für Simone Stumpf völlig überraschend. Vier Tage lang hatte die Familie gefeiert, dass Bene nach einer sehr schwierigen Schwangerschaft als Frühgeburt auf die Welt kam und auf dem Wege der Stabilisierung war. Da teilte ihr der Arzt quasi im Vorbeigehen mit, dass Bene ein Chromosom zu viel hat – eine Trisomie 21.

Damals war die Erzieherin „sehr geschockt“. Doch die Eltern fingen sich relativ schnell. Schließlich ist Bene ist genauso ein von Gott gewolltes Kind, betonen Simone und Martin Stumpf. Und er gibt so viel zurück.

Schwierig war für das Ehepaar die Reaktion einiger Bekannter, die Benes Ankunft schlichtweg ignorierten. Wahrscheinlich, weil sie nicht wussten, ob sie zur Geburt „so eines Kindes“ überhaupt gratulieren sollten, meint Simone Stumpf. Sie erzählt auch von den Menschen, die in Benes Kinderwagen schauten, aber dann nichts sagten.

Zum Glück kam das Ehepaar bald in Kontakt mit anderen betroffenen Eltern, die ihre Erfahrungen mit ihnen teilten. So war auch schnell klar, dass Bene nach der Frühförderung die Heilpädagogische Kindertagesstätte 1 der Lebenshilfe besuchen sollte.

Zum einen gibt es dort speziell ausgebildetes Personal, das ihm hilft, sein Potenzial ganz auszuschöpfen. Zum anderen bekommt Bene dort alle erforderlichen Therapien, betonen die Eltern. Sie freuen sich über die großen Fortschritte, die Bene gemacht hat: Er lernte innerhalb kürzester Zeit zu laufen und seit seiner Herz-OP vor einem Dreivierteljahr macht er das sogar sehr ausdauernd. Auch die selbständige Lebensbewältigung, die Sprache und die Motorik werden kontinuierlich gefördert, so dass es immer vorwärtsgeht. Bene liebt seinen Kindergarten und besonders das therapeutische Reiten und das Schwimmbad.

Am meisten aber verehrt Bene „Dida“ (die da), wie er seine zwei Jahre jüngere Schwester Paula nennt. Sie hat einen besonderen Draht zu ihrem Bruder, erklärt Simone Stumpf. Paula weiß meist intuitiv, was Bene gerne machen will, spielt mit ihm Tierarzt, Kaufladen, Reiter- oder Bauernhof. „Manchmal ärgert er mich auch, aber dann renne ich einfach weg“, sagt Paula.

Die anderen drei Schwestern lieben ihren kleinen Bruder ebenfalls. Nervig ist nur, dass er oft nicht versteht, wenn sie keinen Besuch in ihrem Zimmer möchten. Und dass er als eingefleischter Pippi-Langstrumpf-Fan immer wieder den gleichen Film sehen will, meint Anna (9).

Die Eltern finden es schade, dass Bene keinen eigenen Freundeskreis besitzt, sondern lediglich über die Freunde seiner Schwestern eingebunden ist. Lediglich bei einer Familie im Dorf ist er einfach „als Kind willkommen“, darf auf das Trampolin und zu den Hühnern – obwohl er sich nicht so gut verständigen kann.

Simone Stumpf freut sich generell über alle Menschen, die Bene nicht nur stumm beäugen, sondern direkt mit ihm und nicht mit ihr über ihn sprechen. Denn der Sechsjährige versteht sehr viel und hat extrem feine Antennen für Stimmungen. So verweigerte er sich beim Kinderzahnarzt, als die Helferin fragte, wieso seine Zähne gerichtet werden sollten, wo er doch eh behindert sei.

In der nächsten Praxis machte er toll mit, weil er einfach angenommen wurde und die Mitarbeiter dort Benes „Wert als Mensch“ sehen, so die Eltern. In diesem Sinne ist für sie „das Down-Syndrom Gottes Gegenentwurf zur Leistungsgesellschaft“. Sie finden es besonders schön, dass Bene so im Augenblick lebt und dies wohl auch beibehalten wird.

„Durch Bene ist die ganze Familie viel präsenter geworden, hält mehr zusammen und kann sich auch mehr über kleine Dinge freuen“, sagen die Eltern. Außerdem ist Bene der Erste, der trösten will, wenn es einem Familienmitglied schlecht geht. Und derjenige, der beim Spaziergang fremde, vor allem ältere Menschen anlächelt und so für Freude sorgt. Daniela Hollrotter

Klangbett statt Weihnachtsessen: Wegen Corona verzichtete der Medizintechnikhersteller Corpuls aus Kaufering 2020 auf die Weihnachtsfeier und spendete das Geld stattdessen an soziale Organisationen aus der Region. Auch, weil einige der 350 Mitarbeiter die Heilpädagogische Tagesstätte 1 (HPT1) der Lebenshilfe Landsberg aus persönlicher Erfahrung heraus kennen, überreichte Geschäftsführerin Iris Klimmer (rechts) stolze 4.700 Euro an Bereichsleiterin Ulrike Stamm. Mit diesem Geld rückt das gewünschte Klangbett im Snoezelen-Raum in greifbare Nähe. Dieses ermöglicht es den 72 Kindern mit verschiedenen Beeinträchtigungen, die in der HPT1 betreut und gefördert werden, wichtige Körpererfahrungen zu machen und zu entspannen. Daniela Hollrotter

Der Rahmen-Hygieneplan vom Staatsministerium ist ab dem 15. März 2021 gültig und auch auf nachfolgender Website abrufbar: Rahmen-Hygieneplan

Die Änderungen betreffen den Umgang mit Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen sowie positiven Selbsttests bei Kindern und Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und HPT. Sie sind mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abgestimmt.

  • Kinder und Beschäftigte mit Schnupfen oder Husten allergischer Ursache, verstopfter Nasenatmung (ohne Fieber), gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern können die Kinderbetreuungseinrichtung weiterhin ohne Test besuchen.
  • Bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen (wie Schnupfen und Husten, aber ohne Fieber) ist der Besuch bzw. die Tätigkeit in der Kinderbetreuungseinrichtung nur möglich, wenn ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR- oder Antigen-Test) vorgelegt wird.
  • Kranke Kinder und Beschäftigte in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Hals- oder Ohrenschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen die Kinderbetreuungseinrichtungen nicht besuchen oder in ihnen tätig sein. Die Wiederzulassung zur Kinderbetreuungseinrichtung ist erst wieder möglich, wenn die betreffende Person wieder bei gutem Allgemeinzustand ist (bis auf leichte Erkältungs- bzw. respiratorische Symptome). Zudem ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses auf SARS-CoV-2 (PCR- oder Antigen-Test) erforderlich.
  • Der erforderliche Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen. Es ist nicht erforderlich, abzuwarten, bis die Krankheitssymptome abgeklungen sind. Die Vorlage eines selbst durchgeführten Schnelltests (Laientest) genügt für den Nachweis nicht.
  • Besucht ein Kind die Heilpädagogische Tagesstätte und treten während des Tagesverlaufs Krankheitssymptome auf, so können (und sollen) die Eltern umgehend informiert und darum gebeten werden, das betreffende Kind abzuholen.

Martin (5) steht mit eingeseiften Händen am Waschbecken. Er schaut verträumt durch die Gegend und weiß nicht was er tun soll. Als Ergotherapeutin in der Heilpädagogischen Tagesstätte 1 (HPT1) unterstütze ich ihn nun, indem ich seine Hand zum Wasserhahn führe, sodass Martin ihn öffnet. So kann er zusammen mit mir die Handlung „Hände waschen“ teils selbstständig umsetzen. Die Selbstversorgung ist eines der drei großen Teilbereiche, mit denen sich die Ergotherapie im Alltag eines Kindes beschäftigt.

Ergotherapie beginnt nicht am Waschbecken im Kindergarten, sondern schon zuhause in der Früh beim Aufstehen. Steht Martin auf, wenn er von der Mutter geweckt wird? Geht er ins Badezimmer zum Zähne putzen oder fehlt es ihm an Motivation, Antrieb oder hat er Einschränkungen in der Handlungsplanung und -umsetzung? „Lieber will ich liegen bleiben, es ist mitten in der Nacht.“, sagt er.

Mit Eltern und Erziehern werden Beeinträchtigungen im Bereich der Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit des Kindes erörtert. Um eine bestmögliche Förderung zu gewährleisten, wird das Kind an seinem aktuellen Entwicklungsstand abgeholt.

Martin fällt es also schwer, sich die Hände selbstständig zu waschen. Woran kann es liegen? Es gibt viele verschiedene Hypothesen dafür. Mit Martin wird die Handlung „Hände waschen“ bis ins kleinste Detail besprochen. Anhand von Bildkarten (Trans-pics) aus der Logopädie wird ihm gleichzeitig die Handlung visuell vor Augen geführt. In der Physiotherapie werden fein- und grobmotorische Fähigkeiten gefördert. Ein interdisziplinäres Team, also die Zusammenarbeit aller Therapeuten und Erzieher am gleichen Ziel ist besonders in unserer HPT 1 extrem wichtig.

Martin hat nicht nur in der Selbstversorgung Probleme, sondern auch in der Produktivität – zum Beispiel beim Ausmalen eines Bildes. Hierbei macht ihm das Halten eines Stiftes große Schwierigkeiten. Er hält ihn viel zu fest, sodass er oft raus malt oder seine Hand nach ein paar Minuten schmerzt. Schwungübungen auf einem großen Blatt Papier, verschiedene Spiele zur Förderung der Kraftdosierung wie zum Beispiel mit einer Therapieknete oder Adaptionsmöglichkeiten wie eine Griffverdickung am Stift können ihm helfen.

Ein weiterer Bereich, auf den die Ergotherapie ihren Fokus legt, ist die Freizeit. Martin geht mit seinen Eltern auf einen Spielplatz, hier trifft er auf andere Kinder in seinem Alter. Diese Situation löst in ihm Unsicherheit und Schüchternheit aus. Er zieht sich zurück, spielt alleine oder bleibt bei seinen Eltern. Ihm fällt es schwer, in soziale Interaktion zu treten. Das positive Bestärken nach jedem Versuch und Rollenspiele mit anschaulichen verbalen Beispielen stärken ihn in der Entwicklung seines Selbstbewusstseins und seines Selbstwertes. Der Übertrag von Beispielen in den Alltag ist hierbei sehr wichtig.

Nicht nur Martin, sondern auch Kinder mit mehrfacher schwerer Behinderung erhalten in der HPT1 gezielte Förderung im Bereich der Ergotherapie. Aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Schädigung des Nervensystems leiden diese Kinder unter Wahrnehmungsstörungen. Dies führt dazu, dass sie das Gefühl zu ihrem Körper und dessen Bezug zur Umwelt nicht altersentsprechend entwickeln und somit bestimmte Handlungsabläufe nicht ausführen können – zum Beispiel Schuhe anziehen. Hier spüren betroffene Kinder nicht, ob die komplette Fußsohle im Winterschuh ist.

Das Affolter-Modell oder auch die sogenannte „geführte Interaktionstherapie“ setzt genau an dieser Stelle an. Der Therapeut führt den Körper des Kindes in alltägliche Handlungen, damit eine Beziehung zur Umwelt entsteht und praktisch und alltagsbezogen gelernt werden kann.

Martin dagegen wird im Hinblick auf die Schule an einer Vorschulgruppe der Ergotherapie teilnehmen. Hierbei wird nochmal ein Augenmerk auf die Konzentrationsfähigkeit, Anstrengungsbereitschaft, Stifthaltung und soziale Interaktion gelegt. Das Händewaschen gelingt ihm mittlerweile auch alleine schon sehr gut. Verena Riedl

Bild NikolausDer Nikolaus lässt sich auch von Corona nicht davon abhalten, die Kinder zu besuchen und zu beschenken. Mit gebührendem Abstand las er den Buben und Mädchen im festliche geschmückten Psychomotorikraum vor, was die Englein über sie im Goldenen Buch aufgeschrieben hatten. Der Heilige Mann freute sich über die Gedichte, Bilder und Lieder, die ihm die Kinder der HPT1 vortragen. Zur Belohnung gab es am Ende für jedes Kind ein Nikolaussäckchen. Zu seinem Besuch hatte der Nikolaus seinen Gehilfen, den Krampus mitgebracht, der ihm den Stab hielt  und die Geschenke für die Kinder reichte.

Liebe Eltern/Erziehungsberechtigte,

laut neuestem "Rahmenhygieneplan Kindertagesbetreuung und HPT" gelten aktuell folgende Regelungen im Umgang mit Kindern mit Erkältungssymptomen:

  • Nur Kinder im guten Allgemeinzustand betreten das Haus. Hier appellieren wir an die Eltern, sehr genau auf den Gesundheitszustand ihres Kindes zu achten. Wenn Kinder eine Schnupfennase oder gelegentlichen Husten haben, jedoch im guten Allgemeinzustand sind, dürfen sie die HPT betreten.
  • Kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber (ab 38 °C), starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall haben keinen Zugang zur Tagesstätte.
  • Nach einer Erkrankung dürfen Kinder die Einrichtung nur betreten, wenn sie 48 Stunden lang symptomfrei waren (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten).
    Eine schriftliche Bestätigung der Eltern/Erziehungsberechtigten über die Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden muss der Einrichtungsleitung vorgelegt werden.
  • Es werden keine Kinder betreut, wenn ein Familienangehöriger/ein Haushaltsmitglied an COVID-19 erkrankt ist. Die Eltern/Erziehungsberechtigten erklären sich bereit, die HPT über Erkrankungen in ihrem nahen Umfeld zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem aktuellen Hygienekonzept.


Liebe Eltern der HPT1-Kinder,

wenn Sie Neuigkeiten aus der HPT1 erfahren möchten, Fotos und Videos sehen wollen, wie es derzeit bei uns aussieht und vor allem Tipps gegen Langeweile haben möchten, senden wir Ihnen gerne unsere HPT1-Info zu. Einfach Mail an: Daniela-Hollrotter(at)lebenshilfe-landsberg.de.

Faschingsspiele 2020-2 Faschingsspiele 2020-1

Am rußigen Freitag ging es gleich weiter mit dem fröhlichen Faschingstreiben in der HPT1: Piraten, Prinzessinnen, Clowns, Ritter und viele mehr vergnügten sich beim Topfschlagen, Dosenwerfen, Schneckenrennen, bei einem Labyrinth, der Reise nach Jerusalem oder einem Ufo-Lauf.

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Fasching 2020-2 Fasching 2020

Für die närrische Jahreszeit 2020 hatten sich Kinder und Betreuer das Motto “Spiele” ausgesucht. Deshalb gab es beim Faschingstreiben am Lumpigen Donnerstag “Tempo kleine Schnecke” und “Uno” mit lebenden Spielfiguren, ein Rate-Schattenspiel zum “Junior-Labyrinth”, zauberhafte Würfel und dazwischen etliche Singspiele mit Pinguinen und mehr. Die Kinder freuten sich über den großen Applaus für ihre Darbietungen in der Aula.


Deutschkurs

Kommunikation ist nur durch gleiche Sprache möglich. Deshalb bietet Gabi Römer in der HPT 1 Unterricht für Eltern, die Deutsch lernen wollen, an. Die Erzieherin sieht die Eltern und die Pädagogen in einer Erziehungspartnerschaft, sozusagen als Spezialisten Zuhause und als Spezialisten in der HPT. Sie möchte einen guten Austausch untereinander fördern und für alle Beteiligten erleichtern.

Bisher nehmen nur Frauen am einstündigen Unterricht teil, der einmal pro Woche stattfindet. Da die Gruppe aus zwei bis vier Personen besteht, ist sehr viel Individualität möglich. Gabi Römer kann auf aktuelle Themen oder Probleme der einzelnen Frauen eingehen und nach Lösungen suchen.

So übt sie mit ihren “Schülerinnen” Zahlen, Uhrzeiten und die wichtigsten Begriffe für Terminvereinbarungen, Einkäufe und Telefonate. Auch Begrüßungen und Höflichkeitsfloskeln werden erarbeitet.

In einfacher Sprache und Gesten übersetzen die Mütter Elternbriefe oder erarbeiten gemeinsam den Hintergrund von Festen. Die Gruppe hat dabei viel Spaß und es wird auch herzlich gelacht.

Der grammatikalische Schwerpunkt ist momentan noch die Gegenwart. Auch die Rechtschreibung wird geübt. “Aber da bin ich nicht so streng”, lacht Gabi Römer, Hauptsache man verstehe was gemeint sei. Die Rechtschreibung sei dann der nächste Schritt. Sabine Franz

Nikolaus 2019Am 6. Dezember herrschte schon morgens eine besondere Stimmung in der Tagesstätte. In den Gruppen übten die Kinder eifrig Nikolausgedichte und -lieder. Die Erzieher hängten schnell noch etwas Weihnachtsdekoration auf, holten einen großen Korbstuhl in das Zimmer und stellten den Adventskranz bereit. Immer wieder war ein Glöckchen im Gang zu hören, leise ging jemand durchs Haus. Die Erwachsenen verhielten sich sehr geheimnisvoll und spitzten immer wieder in den Flur hinaus.

Endlich war es soweit, es klopfte an die Zimmertür und der Nikolaus trat ein. Aufgeregte Kinder begrüßten ihn freudig. Ein Kind in jeder Gruppe durfte den Stab halten, damit der Nikolaus sein goldenes Buch herausholen konnte. Er wusste über alle Kinder etwas Nettes zu berichten, was diese sehr stolz machte. Der gute Mann nahm sich für ein paar ausführliche Erzählungen der Kinder Zeit und überraschte jedes mit einem kleinen Geschenk.

Jede Gruppe hatte sich für den Nikolaus eine Überraschung überlegt. Die Kinder sangen ihm vor, sagten Gedichte auf und überreichten selbstgemalte Bilder, über die sich der Nikolaus sichtlich freute. Dann zog er weiter. Kinder und Erwachsene freuen uns schon auf den nächsten Nikolaustag. Sabine Franz

Fortbildung Feinführligkeit Julia Berkic Fortbildung Feinfühligkeit

Kinder, die eine sichere Bindung zu ihren Bezugspersonen entwickelt haben, können die Welt erkunden, viel lernen, sich selbst gut regulieren, aber auch um Hilfe bitten. Damit sie diese – für die seelische und körperliche Gesundheit so wichtige – sichere Bindung entwickeln, brauchen sie feinfühlige Bezugspersonen, die ihre Signale wahrnehmen, richtig deuten und prompt und angemessen darauf reagieren.

Bezugspersonen sind neben den Eltern auch Mitarbeiter von Kindertagesstätten. Deshalb nahm das gesamte Team der Heilpädagogischen Tagesstätte 1 an einer eintägigen Schulung zum Thema „Bindung und Feinfühligkeit im Kindergartenalter“ teil, den Dr. Julia Berkic (Bild) und ihre Kollegin Christa Gabel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik abhielten. Sie vermittelten dabei theoretische Grundlagen zur Bindungstheorie und beschäftigten sich mit eigenen Bindungserfahrungen und Selbstfürsorge.

Vor allem aber ging es um eine feinfühlige Grundhaltung, bei der die Mitarbeiter Grundbedürfnisse der Kinder erkennen, offen über Gefühle sprechen und den Umgang mit ihnen vermitteln, angemessene Grenzen setzen und die Individualität der Kinder berücksichtigen. Daniela Hollrotter

Foto zur Umweltwoche2 Foto zur Umweltwoche 3

„Villa Kunterbunt“ nennt sich eine der neun Gruppen in der Heilpädagogischen Tagesstätte 1 in Landsberg. Da unsere acht „Villa-Kinder“ und wir viel Spaß an gemeinsamen Unternehmungen haben, planten wir zum Abschluss des vergangenen Kindergartenjahres eine abwechslungsreiche „Umweltwoche“.

Wir verbrachten jeweils einen Tag im Landsberger Wildpark, meisterten den Naturlehrpfad in Denklingen und tobten uns auf einem Abenteuerspielplatz in Landsberg aus. Das Highlight für die Kinder war eine Zugfahrt nach Buchloe und zum Abschluss der Woche erkundeten wir die Stadt Landsberg genauer.

Wir genossen den Freiraum sehr. Die Kinder beobachteten die Natur, retteten Schnecken und warfen Steine in den Lech. Sie umarmten Baumriesen, balancierten über Baumstämme und bauten Lager aus Totholz. Das Kräftemessen durfte natürlich auch nicht fehlen. Beim Tannenzapfenweitwurf und Tierweitsprung gab jeder sein Bestes.

Auf dem Spielplatz drehten die Kinder solange am Wasserrad, bis eine große Matschpfütze entstand war, in die alle supermutig hinein sprangen.

Foto zur UmweltwocheAuf unserer Landsbergrunde wurden wir überraschend in das Lager der „Landsknechte“ eingeladen, die sich auf die abendliche Eröffnung des Ruethenfestes vorbereiteten. Begeistert betrachteten die Kinder die Zelte, Waffen und das Lagerfeuer. Nach einer Erkundigung der Stadtmauer erklommen wir noch den Turm des Bayertors und besichtigten mucksmäuschenstill die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“.
Es war eine ereignisreiche und spannende Woche, in der wir täglich durchschnittlich neun bis zehn Kilometer zu Fuß zurücklegten. Wir teilten Brotzeiten und die Kinder halfen sich beim Bauen, Schleppen und Klettern. Wir sahen stolzes und glückliches Lächeln in den Gesichtern der Kinder.

Es war eine bereichernde Woche für uns Erwachsene, weil wir die Kinder unterwegs so offen, hilfsbereit, staunend und auch andächtig erlebten. Sabine Franz


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