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Fröhliche Gesichter, viel Zuspruch und jede Menge große und kleine Fußabdrücke hinterließen zahlreiche Passanten am Hellmairplatz. Die Lebenshilfe Landsberg hatte sich zum 60-jährigen Bestehen der Lebenshilfe Bayern am Projekt „Fußspuren“ beteiligt, einen kleinen Stand eingerichtet und ganz viele bunte Luftballons sowie leckere Kekse in Fußform verteilt. Bunte Bilder, „Alles Gute“ und „Weiter so“ zierten die Fußabdrücke aus Papier, die die Passanten in einer Spur vom Hellmair- bis fast zum Hauptplatz ablegten. Und sogar ein Hund hatte einen Pfotenabdruck als Gruß an die Lebenshilfe hinterlassen… Daniela Hollrotter

Unter dem Motto „Fußspuren“ beteiligt sich die Lebenshilfe Landsberg am Donnerstag, 5. Mai, von 14 bis 16 Uhr an den Aktionen zum 60-jährigen Bestehen der Lebenshilfe Bayern. Am Hellmair-Brunnen wollen Mitarbeiter*innen mit Passanten ins Gespräch kommen, Fußspuren basteln und durch die Stadt legen sowie Luftballons verteilen. Die Tanzgruppe aus der Heilpädagogischen Tagesstätte 2 lädt zum Zuschauen und Mittanzen ein, dazu gibt es leckere „Füße“ von der Bäckerei Pfatischer.

Das Ereignis kann später online nacherlebt werden: Seit 1. Mai ist die Lebenshilfe Landsberg nämlich auf Instagram und facebook vertreten – und freut sich auch hier über zahlreiche Besucher*innen…

„Ich gehe gerne am Hauptplatz zum Brunnen und schaue zu, wie das Wasser fließt“, sagt Bernhard W. und lächelt die gut 70 Menschen bei der Vernissage zur Fotoausstellung „Mein Landsberg“ in der Rathausgalerie im Foyer des Historischen Rathauses an. Die Fotografin Saskia Pavek hat ihn und 19 weitere Menschen an deren Lieblingsorten in der Lechstadt abgelichtet. Die ausdrucksstarken Bilder sind noch bis zum 25. April zu sehen.

So selbstbewusst wie Bernhard W. stellten einige Fotomodelle ihre Bilder vor: „Ich gehe dort gerne spazieren, in der Nähe ist meine Mutter“, sagt etwa Christine G. zum Mutterturm. Und Heidemarie K. berichtet, dass sie das Eis am Hauptplatz so gerne isst – „das ist echt gut“.

Für Kulturreferent Axel Flörke ist das auf dem Foto auch deutlich sichtbar: „Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen“, meinte er angesichts des Strahlens auf dem Foto, mit dem Heidemarie K. vor ihrem Eisbecher sitzt.

In seiner Eröffnungsrede würdigte er die „tolle Idee“, Menschen vor ihren Lieblingsorten zu zeigen und dabei die Personen in den Vordergrund zu stellen. Vor allem, weil sich die Menschen selbstbewusst so fotografieren ließen, „wie sie sind und nicht, wie sie sein wollen“, betonte er.

Für den Kulturreferenten war die Foto-Führung im Herbst vergangenen Jahres „ein besonders schönes Erlebnis“, als er die Fotomodelle und rund 24 Besucher*innen zu den Entstehungsorten der Bilder begleitete und dabei viel Spannendes und Wissenswertes über Landsberg vermittelte. Vielleicht wird es noch einmal eine Führung geben, stellte er in Aussicht.

Flörke bedankte sich bei Fotografin Saskia Pavek, deren Bilder er „sehr schätzt“, sowie allen Mitwirkenden an den Fotos, allen voran die Organisatorinnen Nina Klusmeier und Sabine Oberhäußer. Klusmeier hatte die Ausstellung gemeinsam mit Fotomodell und Bewohnervertreterin Eugenia Sch. eröffnet. Sie klang bei angeregten Gesprächen und der groovig-jazzigen, perfekt passenden Musik von Stephan Eppinger (Bass) und Bernd Hess (Gitarre) aus, die die beiden Dießener mit großer Spielfreude präsentierten. dh

Welche Orte in Landsberg haben für von der Lebenshilfe Landsberg betreute Menschen eine Bedeutung? Und wie spiegelt sich diese in ihrem Ausdruck wider? Diesen Fragen ist die Fotografin Saskia Pavek mit ihrer Kamera nachgegangen. Dabei entstanden 13 Bilder mit einer ganz besonderen Ausstrahlung.

Die Fotos sind von 5. bis 24. April 2022 bei einer Ausstellung in der Rathausgalerie im Foyer des Historischen Rathauses zu sehen. Bei der Vernissage am 5. April um 18 Uhr führt Kulturreferent Axel Flörke in die Ausstellung ein, für die passende Musik sorgt das Gnettner-Hess-Duo mit Kontrabass und Gitarre. Die Fotomodelle sind vor Ort und freuen sich auf interessierte Besucher.

www.lebenshilfe-landsberg.de

Gemeinsamer Spatenstich in Unterdießen mit (von links) Lebenshilfe-Geschäftsführer Christoph Lauer, Architektin Barbara Edenhofer-Gerum, Bauleiter Johann Keller, Junior-Chef Louis Geiger von der ausführenden Baufirma Otto Geiger, Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzender Günter Först und Bürgermeister Alexander Enthofer.

Jetzt geht es los! Ab sofort schaufeln im Unterdießener Wiesenweg die Bagger im Auftrag der Lebenshilfe Landsberg. Dort entstehen nach einer längeren Anlaufphase nun Appartements für Menschen mit Behinderungen und ein Mehrgenerationen-Wohnhaus. Damit die Inklusion und Einbettung in die Gemeinde gut gelingt, gibt es künftig einen „Kümmerer“ für das Projekt.

Lebenshilfe-Geschäftsführer Christoph Lauer ist eine gute Gemeinschaft mit den Bürgern von Unterdießen ganz besonders wichtig. Deshalb stellt er zum kommenden Jahr einen „Kümmerer“ ein. Dieser organisiert zum einen das Zusammenleben im Haus. Zum anderen kümmert er sich um die Anbindung des Hauses und seiner Bewohner*innen an das Gemeindeleben in Unterdießen.

In die Appartements im ersten Gebäude ziehen Menschen, die für ein Wohnheim zu selbständig, für das Ambulant Unterstützte Wohnen jedoch nicht selbständig genug sind, so Christoph Lauer. Für sie gibt es neben den vier zwischen 30 und 50 Quadratmeter großen Appartements auch einen Gemeinschaftsbereich mit Küche und Wohnzimmer.

Das Gebäude besitzt ein Voll- und ein Obergeschoß, so Architektin Barbara Edenhofer-Gerum. Ihre Familie ist schon in zweiter Generation für die Lebenshilfe tätig, ihr Vater hat in den 70-er Jahren einige Gebäude für die Lebenshilfe Landsberg geplant.

Im zweiten Gebäude, mit dessen Bau auch heuer noch begonnen werden soll, sind fünf Appartements geplant. Hier können Menschen einziehen, die über einen Wohnberechtigungsschein verfügen. Ein Interessent, freut sich Christoph Lauer, hat sich dafür bereits gemeldet.

Vorstandsvorsitzender Günter Först vom Lebenshilfe-Verein freute sich, dass mit den „wunderschönen“ Häusern Menschen mit Behinderung mitten in der Gemeinschaft untergebracht werden. Er bedankte sich wie Christoph Lauer bei Bürgermeister Alexander Enthofer für dessen Geduld, nachdem der Baubeginn sich lange Zeit verzögert hatte. Doch mit geförderten Projekten – die Regierung von Oberbayern hat erst kürzlich staatliche Fördergelder und Darlehen in Höhe von fast 1,3 Millionen Euro bewilligt – sei das oft „nicht so einfach“.

Enthofer freute sich entsprechend, „dass es jetzt losgeht“. Er ist sich sicher, dass die Lebenshilfe das soziale Projekt „zu einem guten Ende“ führen wird. Laut Christoph Lauer sollen die ersten Menschen im kommenden Jahr am Wiesenweg einziehen.

Die Lebenshilfe Landsberg trauert um
Franz Lanzinger sen.
36 Jahre lang war er ein sehr engagierter Förderer der Lebenshilfe und engagierte sich zudem von 2017 bis 2021 als Rechnungsprüfer im Verein.
Mit seiner stets positiven, freundlichen, wertorientierten, offenen, ehrlichen und wertschätzenden Art trug er dazu bei, die Lebenshilfe zu einem bedarfsorientierten und innovativen Sozialunternehmen zu entwickeln. Wenn er gefragt wurde, war er immer zur Stelle, auch als die Krankheit immer beschwerlicher wurde. Ihm war es stets ein Anliegen, pragmatische Hilfe zu organisieren, die direkt ankommt und erlebbar ist. Dafür hat er auch immer gerne selbst mit angepackt oder Türen geöffnet.
Wir haben Franz Lanzinger viel zu verdanken. Sein Vermächtnis wirkt weiter.
Stellvertretend für alle Betreuten und deren Angehörige, Kolleg*innen und Freunde.

Günter Först                                                     Christoph Lauer
Vorsitzender                                                    Geschäftsführer

Lächeln, Freunde, Schokolade und Sahne gehören in Vronis „Rezept zum Glücklichsein“. Gemeinsam mit sechs anderen von der Lebenshilfe Landsberg betreuten Menschen arbeitete sie zwei Tage lang in der Schreibwerkstatt von Cathrine Hölzel mit. Unter dem Motto „Alles wegen Corinna“ malten, schrieben und dichteten sie gegen den Corona-Blues an. Dabei entdeckten sie ganz neue Seiten an sich und hatten jede Menge Spaß.

Sprache ist für Cathrine Hölzel nicht nur etwas Nützliches. Sie ist auch Bewegung, Ausdruck von Phantasie und Befindlichkeit und will immer wieder neu entdeckt und weiterentwickelt werden. Zu Beginn der Schreibwerkstatt lässt die Kunsttherapeutin deshalb Adjektive sammeln, aus denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auswählen und ihre „wesentlichen Schätze“ abbilden können.

So finden sich die sportliche Vroni K., die neugierige Andrea T., die leuchtende Anna W. oder der lustige Bernhard W. zusammen. Im Stehen stellen sie sich vor, werfen und fangen ein Jongliertuch und ernten dafür großen Applaus, der einfach nur gut tut.

Dazu passt auch das „Glücks- und Wohlfühl-ABC-Darium“, bei dem jeder ein wohliges Wort zu jedem Buchstaben sucht und findet. Dabei entstehen Begriffe wie Vogelgesang, Kamin, Abend, Baden, Mozart, Pianissimo, aber auch Sprüche wie „X-war wohl nix“, die gemeinsam belacht werden.

Überhaupt kommt der Spaß nicht zu kurz, geht es doch Cathrine Hölzel viel um Ressourcenaufbau und Wohlfühlen. So entwickeln die Schreibwerkstättler gemeinsam die Geschichte der ungleichen Schwestern Corinna und Corona so, dass sie sich schnell ins Lustige wendet und am Ende ein Happy End steht.

Viel Phantasie zeigte sich beim Wortlabor, bei dem „schräge“ Wörter zu erklären waren. „Lebensweitspringerin“ bedeutet für Vroni K. etwa, dass sie durchs Leben springt, glücklich ist und es ihr gut geht. Und einen Mutanfall Andrea T., als sie trotz Höhenangst Riesenrad gefahren ist.

Dazwischen wird gemalt und gedichtet – zum Teil mit Unterstützung von Nina Klusmeier, die die Offenen Hilfen der Lebenshilfe leitet. So entstehen ausdrucksvolle Bilder und kleine Elfchen, also Gedichte mit elf Wörtern, wie:

Umarmung

überraschen liebevoll

ganz doll knutschen

von Mensch zu Mensch

Menschlichkeit

Auch so wird Schönes entdeckt und gelingt mehr Lockerheit mit dem schweren Thema Corona – eines der Ziele der Schreibwerkstatt, die von der Aktion Mensch gefördert wird. Dazu tragen aber auch die Pausen bei, die auf der Terrasse der Offenen Hilfen in der Nikolaus-Mangold-Straße mit Pizza und viel Lachen verbracht werden.

Im Frühjahr wird die Schreibwerkstatt mit einem dritten Samstag abgeschlossen. Dann dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre gelben, selbst geschriebenen und gemalten Bücher mit nach Hause nehmen.

Ende September fand das Casting statt, seit Oktober wird – coronakonform – geprobt. Das neu gegründete „Theater Unbegrenzt“ der Lebenshilfe Landsberg unter der Leitung der Schauspielerin und Regisseurin Mirjam Kendler bereitet schon sein erstes Stück vor. Pünktlich zur Jahreswende geht das von der Aktion Mensch geförderte Projekt auch online: Auf https://theaterunbegrenzt.de sind das Ensemble, das Team, Partner und Paten sowie erste Presseberichte zum „Theater Unbegrenzt“ zu finden. Außerdem geben Fotos von Saskia Pavek einen Einblick in die Probenarbeit. Das erste Stück soll im Herbst 2022 auf der Bühne des Landsberger Stadttheaters zu sehen sein.

Für Simone Reichart ist Lady wie eine Schwester. Die hübsche Tigerkätzin leistet ihr Gesellschaft, tröstet sie, wenn sie traurig ist, bringt sie mit ihren Tollereien zum Lachen und ärgert sie auch manchmal. Vor allem aber passt Lady auf die 30-Jährige auf, wenn diese einen epileptischen Anfall hat. Deshalb ist sie bei den Wohnheimen der Lebenshilfe Landsberg am Eulenweg gern gesehen.

Für Simone Reichart war es Liebe auf den ersten Blick. Über eine Mitarbeiterin der Lebenshilfe hatte sie von einem Wurf Kätzchen auf einem Bauernhof in Egling an der Paar erfahren und Fotos auf ihr Handy bekommen. „Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, war es um mich geschehen“, lacht die 30-Jährige. Ein paar Wochen später durfte sie Lady holen.

Bis dahin hatte sie ihr kleines Appartement katzengerecht gestaltet. Sie kaufte Katzenklo und Futterschüsseln, ließ eine Katzenklappe einbauen und fertigte zusammen mit einem Mitarbeiter eine Katzentreppe an. Ein Taxifahrer verkaufte ihr günstig eine Transportbox, ein Schlafkörbchen holte sie aus ihrem Elternhaus. Denn sie hatte früher schon einmal zwei Katzen, erzählt Simone Reichart.

Die zusätzliche Arbeit macht ihr nichts aus. Der Handy-Wecker sorgt dafür, dass sie nichts vergisst, was zur Versorgung von Lady gehört: Mahlzeiten richten, Katzenklo säubern und der gelegentliche Besuch beim Tierarzt. Außerdem gibt es eine „Notfall-Katzen-Gruppe“ mit zwei Mitarbeiter*innen der Lebenshilfe, die Lady auch mal versorgen, wenn ihre Besitzerin nicht da ist.

Simone Reichart hat ihr mit viel Geduld und langem Training so manches beigebracht, zum Beispiel kein Futter ohne Erlaubnis zu nehmen – um zu vermeiden, dass sie etwas Giftiges wie Tabletten frisst. Schließlich ist Lady „ein gescheites Kätzchen“, wie sie betont. Sie hört auf ihren Namen und kommt gleich angelaufen, wenn Simone Reichart sie ruft, ihr pfeift oder mit dem Schlüssel klappert. Nur wenn Lady von einem Kater gejagt wird, der öfter auf dem Gelände der Lebenshilfe herumstreift, versteckt sie sich.

Ansonsten ist Lady fast immer bei ihr – und passt auf die 30-Jährige auf. „Als ich einmal einen Grand-Mal-Anfall hatte, hat sie sich neben meine Füße gelegt und auf mich aufgepasst“, erzählt Simone Reichart: „Sie stößt mich mit dem Kopf und hüpft auf meinem Bauch herum, um mich aus dem Anfall zu holen“.  Meist gelingt ihr das auch.

Für Simone Reichart ist Lady deshalb „jeden Cent wert“, den sie bislang schon für sie ausgegeben hat. Und auch die vielen Regeln und schriftlichen Abmachungen, die zu treffen waren, bis Lady kommen durfte. Denn: „Das Schönste ist, dass ich nicht mehr alleine bin!“, sagt Simone Reichart.

Die Lebenshilfe Landsberg trauert um
Karl Deininger
Herr Deininger engagierte sich bereits in den 60er-Jahren für die Förderung von Menschen mit
Behinderung, die damals noch nicht angeboten wurde. Zusammen mit weiteren engagierten Eltern und Förderern gründete er 1968 die Lebenshilfe Landsberg, die er bis zu seinem Tod unterstützte.
Ihm war es ein großes Anliegen, reguläre Förder- und Bildungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Heute gibt es bei der Lebenshilfe Landsberg eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen und Angebote zum Wohle der betreuten Menschen.
Wir haben Karl Deininger viel zu verdanken. Sein Vermächtnis wirkt weiter. Stellvertretend für alle Betreuten und deren Angehörige, Kolleg*innen und Freunde
Günter Först                                                  Christoph Lauer
Vorsitzender                                                  Geschäftsführer

Die Lebenshilfe Landsberg trauert um Frau Dr. Gudrun Diedert

33 Jahre lang (1984 bis 2017) engagierte sie sich im Vorstand der Lebenshilfe und stand ihr auch danach unterstützend zur Seite.

Mit ihrer ruhigen, ehrlichen, sachlichen und wertschätzenden Art trug sie zu innovativen Entwicklungen in der Lebenshilfe bei. Dabei orientierte sich Frau Dr. Diedert immer an den Bedürfnissen der uns anvertrauten Menschen. Ihre fachlich medizinische Expertise findet sich z.B. in der ersten Senioreneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Oberbayern wieder.

Wir haben Frau Dr. Diedert viel zu verdanken. Ihr Vermächtnis wirkt weiter.

Stellvertretend für alle Betreuten und deren Angehörige, Kolleg*innen und Freunde

Günter Först                                                     Christoph Lauer
Vorsitzender                                                    Geschäftsführer

Die Lebenshilfe Landsberg hat sich auch an der diesjährigen Ausbildungsmesse in Kaufering beteiligt, erstmals mit einem völlig neu gestalteten Messestand im Corporate Design (CD) und mit einheitlichen Flyern für alle Bereiche. Mit am Stand waren diesmal neben den erfahrenen Messekräften zwei junge Mitarbeiter*innen, die mit großem Enthusiasmus von ihrer Arbeit bei der Lebenshilfe berichteten. Das Interesse der Besucher*innen an der Lebenshilfe war erfreulich groß, am Ende gingen sogar einige Flyer und und so manches Give-Away aus. Die Schüler*innen waren meist sehr interessiert, manche kamen gleichmit einem Fragebogen an den Stand. Daniela Hollrotter

Lisa H. war heute „total aufgeregt“. Obwohl die 29-jährige schon mehrfach auf der Bühne stand, hatte sie zum Casting doch Lampenfieber. Ihre Präsentation der „Made“ von Heinz Erhard war jedoch so gut, dass sie die dreiköpfige Jury überzeugte. Nun ist Lisa H. Teil des „Theater Unbegrenzt“, das in gut einem Jahr erstmals wieder ein Stück auf der Bühne des Landsberger Stadttheaters spielen wird.

15 Menschen haben sich für das Casting in den Räumen der Offenen Hilfen angemeldet. Jeweils etwa 15 Minuten lang haben sie Zeit, Regisseurin Mirjam Kendler, ihren dramaturgischen Berater Markus Wörl und Bereichsleiterin Nina Klusmeier von der Lebenshilfe Landsberg zu überzeugen.

Manche haben wie Lisa H. kurze Szenen vorbereitet, manchen macht Mirjam Kendler behutsam Vorschläge für Improvisationen. Die Schauspielerin und Regisseurin vom Ammersee kennt viele der Kandidatinnen und Kandidaten bereits aus anderen Theaterprojekten mit der Lebenshilfe. Das letzte Theaterstück vor Corona, „Ein wildes Märchen-Potpourri“ führte später zum Film „Könnte nicht mehr besser sein“, der erfolgreich in verschiedenen Kinos lief und nun auf DVD/Blu-Ray erhältlich ist.

Dem Kandidaten Ingo W. schlägt Mirjam Kendler vor, ein imaginäres Telefongespräch mit seiner Mutter zu führen. Gekonnt setzt er den Vorschlag um, mit einer Fernbedienung als „Telefon“, Pausen an den richtigen Stellen und so witzigen Gesprächsfetzen, dass die Jury ebenso fröhlich wie begeistert applaudiert.

Überhaupt wird viel gelacht an diesem Tag. Mit Jürgen E., der sich bei seiner ausdrucksstarken Pantomime als „Verletzter“ gekonnt auf den Boden wirft, mit Lars W., der sich zwar ärgert, dass er den eingeprägten Text nicht fehlerfrei hinbekommt, aber bei der Improvisation besticht. Und mit Jens Uwe H., der verlegen eine imaginäre Büro-Liebschaft mit Elfriede gesteht.

Bei ihm und einigen anderen Kandidatinnen und Kandidaten springt Markus Wörl als Spielpartner ein, sodass sich kurze Szenen und Dialoge entwickeln.  Manchmal sind Wörls Vorschläge etwas komplex. Doch „das macht nichts“, betont Nina Klusmeier. Denn wenn Menschen mit Behinderung unvoreingenommen gefordert werden, kommen oft ganz ungeahnte Fähigkeiten zum Vorschein.

Mirjam Kendler ist vor allem begeistert von der Offenheit, Neugier und Spielfreude ihrer Schauspieler. Wie bei den Projekten zuvor will sie das Stück gemeinsam mit ihrer Truppe erarbeiten, die Rollen je nach Fähigkeiten und Neigungen anlegen und möglichst viel von dem aufgreifen, was vom Ensemble kommt. Thema des Stücks wird die Liebe sein, denn damit „haben alle Erfahrung“, schmunzelt Mirjam Kendler, die im Oktober mit den Proben beginnen will.

Sie freut sich, dass das „Theater Unbegrenzt“ durch die Förderung der Aktion Mensch nun auf fünf Jahre gesichert ist. In dieser Zeit sollen voraussichtlich vier Stücke entstehen, die im Landsberger Stadttheater gezeigt werden. Und natürlich ist das Ensemble, dem auch zwei Profi-Schauspieler angehören, inklusiv.

So hat sich auf die Casting-Ankündigung unter anderem auch die 14-jährige Amelie B. gemeldet. Die Schülerin begeistert die mit ihren vielseitigen Talenten, einer tollen Gesangseinlage und einem witzigen Dialog mit ihrem Unterbewusstsein. Auch sie erhält in der Woche nach dem Casting eine Zusage von Nina Klusmeier und ist nun Teil des „Theater Unbegrenzt“.                                                   Daniela Hollrotter

Die DVD/Blu-ray „Könnte nicht mehr besser sein“ gibt es für 12 bzw. 15 Euro in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Landsberg, Eulenweg 11, Telefon 08191 9491-0, Sekretariat(at)lebenshlife-landsberg.de oder über das Bestellformular auf der Website www.lebenshilfe-landsberg.de.

 

Bernhard W. braucht keine Regieanweisung. Ganz von selbst nimmt er seinen Meterstab, präsentiert seinen „Stern-Zaubertrick“ vor dem Brunnen am Hauptplatz und strahlt in die Kamera. Saskia Pavek nimmt ihn mit ihrer Nikon ins Visier und ist schon kurz darauf hochzufrieden. „Sehr schön gemacht. Klasse, Danke Dir!“ ruft sie Bernhard W. zu. Er ist eines von 13 Fotomodellen, die die Fotografin in diesem Sommer für die Lebenshilfe Landsberg ablichtet – vor ihren Lieblingsplätzen in der Lechstadt.

Für Bernhard W. ist das Fotoshooting eine Premiere. Anstrengend findet er es nicht, es „hat Spaß gemacht“, meint der 52-Jährige. Genau diese Freude ist es, die Saskia Pavek so an ihren Foto-Projekten mit der Lebenshilfe schätzt: „Die Menschen stehen ganz natürlich und ohne Eitelkeit vor der Kamera. Sie überlegen nicht selbstkritisch, wie sie wirken und aussehen, sondern freuen sich später einfach darüber, dass sie auf dem Bild zu sehen sind“, sagt die Fotografin.

Ganz automatisch passen sich die Fotomodelle ihren Plätzen an. So strahlt Heidi K. von sich aus über das leckere Eis, das sie am Hauptplatz in ihrer Lieblingseisdiele serviert bekommt. Einfach, weil sie es so gerne isst. Und Michael K. ist automatisch ehrfürchtig und andächtig, als er „seine“ Landsberger Stadtpfarrkirche betritt. Denn „wenn ich da rein komme, werde ich immer total ruhig und kann alles andere ausblenden“, erzählt er.

Genau das ist es, was Saskia Pavek mit ihrer Kamera einfängt: Es geht ihr nicht um die Orte an sich, sondern darum, wie diese sich im Ausdruck der Menschen wiederspiegeln. Deshalb stehen bei ihren Bildern stets die Menschen im Mittelpunkt. Die Orte bleiben zwar – zumindest für den Landsberger – erkennbar, aber bilden einfach nur den stimmigen Hintergrund.

So auch bei Christine G., die vor dem berühmten Mutterturm voll Lebensfreude und Begeisterung ihr Kleid schwingen lässt. Oder bei Sebastian G., der sich zurückhaltender, aber doch deutlich spürbar über den Lech freut, den er „so schön“ findet.

Nina Klusmeier von den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Landsberg hat ihn und andere Bewohner gefragt, ob sie sich an dem von der Aktion Mensch geförderten Fotoprojekt beteiligen möchten. Denn viele „trauen sich das im ersten Moment gar nicht zu“, erzählt sie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Oberhäußer und weiteren Helfern aus dem Wohnheim assistiert sie beim Fotoshooting und sorgt mit dem Reflektor für das passende Licht.

Die Orte, an denen fotografiert wird, geben die Fotomodelle vor. So will sich der erklärte Autofan Peter S. mit zwei Benzinkutschen und die passionierte Gassigeherin Vroni K. mit einem Hund ablichten lassen. Die Ideen, wie die Vorlieben am besten fotografisch umgesetzt werden, kommen Saskia Pavek dann vor Ort.

Großes Glück haben die beiden Eishockeyfans Eugenia Sch. und Daniel F. Sie dürfen in voller Montur zu einem Training der U20 nahe der Landsberger Eishalle kommen. Für Trainer Sven Kurzmann, war sofort klar, dass sich die River Kings an der Aktion beteiligen. Die Spieler haben für das Shooting extra ihre Trikots angezogen und bilden gerne den Hintergrund für das Fan-Bild.

Durch solche Begegnungen, aber auch durch interessierte Passanten an den anderen Foto-Orten ergeben sich immer wieder kurze Gespräche, die die Menschen zueinander bringen. Im Café Bambi lichtet Saskia Pavek sogar eine der Inhaberinnen zusammen mit Jens Uwe H. ab, der dort Stammgast ist.

Vor allem aber kommen die Fotomodelle dann ins Gespräch mit ihren Mitbürgern, wenn die Bilder öffentlich gezeigt werden. Zu den beiden vorherigen Projekten von Saskia Pavek und der Lebenshilfe Landsberg gab es jeweils mehrere gut besuchte Ausstellungen und Vernissagen, bei denen die Fotomodelle stolz ihre Bilder zeigten.

Diesmal werden die Fotos – da eine geplante Ausstellung coronabedingt ausfallen musste – zunächst auf eine Kirchenfassade in der Innenstadt projiziert. Außerdem ist eine Stadtführung angesetzt, bei der Kulturbürgermeister Axel Flörke am 8.10.21 die Besucher zusammen mit den Fotomodellen zu den Entstehungsorten der Bilder bringt (Anmeldung bei Nina Klusmeier, Telefon 0163 5249140, E-Mail nina-klusmeier(at)lebenshilfe-landsberg.de).

Und natürlich ist aus den Bildern wieder ein Fotokalender entstanden – der mittlerweile dritte aus der Zusammenarbeit von Saskia Pavek mit der Lebenshilfe Landsberg. Standen 2019 „Träume“ der Bewohner im Vordergrund, waren es 2020 die Begegnungen zwischen Bewohnern und Tieren und 2022 eben Orte in Landsberg. Daniela Hollrotter

Der Kalender 2022 der Lebenshilfe Landsberg kostet acht Euro und ist erhältlich über die Geschäftsstelle im Eulenweg 11 in Landsberg, Telefon 08191 9491-0, sekretariat(at)lebenshilfe-landsberg.de.

Die Lebenshilfe Landsberg hat ein Haus in der Nikolaus-Mangold-Straße in Landsberg gemietet. Es grenzt an den Garten der Lebenshilfe-Krippe in der Bischof-Riegg-Straße an und wurde zuvor vom SOS-Kinderdorf genutzt. Bis der geplante Verwaltungsneubau am Eulenweg steht, werden in der Nikolaus-Mangold-Straße 6 vorübergehend die Offenen Hilfen, die Individual-und Schulbegleitung und das Ambulant Unterstützte Wohnen untergebracht. Später soll das Haus anderweitig genutzt werden, im Gespräch sind unter anderem weitere Wohnangebote. Daniela Hollrotter

Markus ist der Mann des Abends. Gleich zweimal ruft er „Bingo“ und entscheidet damit die Runde für sich. Dann strahlt er in die Kamera und entscheidet sich für einen von zwei Preisen, die Nina Klusmeier ihm zeigt. Die Bereichsleiterin der Offenen Hilfen bietet seit kurzem das Online-Spiel an und hat damit ein wahres Bingo-Fieber in der Lebenshilfe Landsberg ausgelöst.

Insgesamt 13 Menschen mit und ohne Behinderung sind heute Abend mit dabei. Stifte und die Zettel mit den je 24 Zahlen darauf liegen bereit, die Spannung ist groß. Dann zieht Paula im liebevoll dekorierten „Bingo-Studio“ der Familie Ramminger die erste Kugel aus einer Kiste mit insgesamt 75 bunten, nummerierten Bällen und hält sie in die Kamera. Es ist die 56.

„Hab ich“, freuen sich ein paar Spieler, während andere den Kopf schütteln. Bei Letzteren steht die 56 nicht auf dem zuvor zugeschickten Zettel. Im Studio wartet Paula geduldig, bis alle Spieler ihre Zahlen kontrolliert haben. Denn: „Wir machen langsam“, hat Nina Klusmeier einer Bewohnerin aus dem Wohnheim 7 anfangs versprochen.

Für die Bereichsleiterin ist der Online-Bingo-Abend nicht nur ein Freizeitangebot. Es ist auch ein Weg, über den Menschen mit Behinderungen sich zumindest online begegnen können. Denn die Angebote der Offenen Hilfen stehen allen Menschen offen, nicht nur den Bewohnern der Lebenshilfe-Wohnheime. So begrüßt Nina Klusmeier beim Bingo teils auch Familienangehörige, die mit dabei sind und unterstützen.

Knapp eine halbe Stunde dauert die erste Runde, bis Ole sie für sich entscheidet. Er hat auf seinem Zettel als Erster fünf der gezogenen Zahlen in einer Reihe angekreuzt und freut sich über einen Schlüsselanhänger. Paula wechselt sich beim Ziehen der Kugeln mittlerweile mit ihrem Bruder Luis ab, ihre Mutter schreibt die Zahlen mit, der Vater sorgt für flotte Hintergrundmusik.

Zweimal noch heißt es danach „Bingo“ – einmal von Jan und einmal von Markus. Dann ist die Spiele-Stunde eigentlich vorbei. Doch die Spieler erbitten sich noch eine Zugabe-Runde, die wieder Markus gewinnt. Und einen weiteren Bingo-Abend im nächsten Monat. Daniela Hollrotter

Mit großer Begeisterung haben sich Bewohner und Mitarbeiter der Lebenshilfe-Wohnheime 8 (Foto), 3 und 4 sowie der Heilpädagogischen Tagesstätten 1 und 2 an der diesjährigen Diversity-Tag-Aktion des Landkreises Landsberg beteiligt. Sie gestalteten Leintücher unter anderem mit bunten Fingerabdrücken im Smiley-Muster und selbst gemalten Figuren.  Der Kreisjugendring hatte die Aktion organisiert und die Leintücher aus verschiedensten Bereichen zu einem großen Leintuch zusammengetragen. Dieses soll die Verschiedenheit und bunte Gesellschaft im Landkreis widerspiegeln und wurde am Diversity-Tag (18. Mai) im Foyer des Landratsamtes Landsberg ausgestellt.

Katharina findet Stefanie Sack „toll“. Am liebsten geht die Elfjährige mit ihr schwimmen. Aber sie spielt auch leidenschaftlich gerne Rollenspiele mit ihr, geht in den Wald, auf den Spielplatz oder in die Bücherei. Stefanie Sack genießt die gemeinsamen Stunden ebenso. Für sie sind sie eine willkommene Abwechslung vom Alltag, die ihr eine neue Sicht auf die Welt bieten. Die 58-Jährige ist deshalb froh, dass sie vor acht Jahren Ihre Mitarbeit beim Familienentlastenden Dienst (FED) der Lebenshilfe Landsberg angeboten hat.

Mitwirken kann jeder bei diesem „bezahlten Ehrenamt“, wie es Stefanie Sack nennt. Man müsse einfach „offen und interessiert“ sein. Oft sei es sogar von Vorteil, wenn die Ehrenamtlichen keine (sonder-) pädagogische Vorbildung haben. Denn eine gewisse „Unbedarftheit“ sei manchmal besser, um „die Menschen einfach so zu nehmen, wie sie sind“. Außerdem werden die Ehrenamtlichen von der Lebenshilfe begleitet – es gibt Fortbildungen, Gesprächsangebote und Austausch.

Stefanie Sack ist es wichtig, dass die gemeinsame Zeit ganz Katharina gehört: Deshalb lässt sie sich – soweit es geht – von der Elfjährigen leiten und greift deren Spielideen und Wünsche auf. Denn es geht nicht darum, irgendetwas beizubringen, sondern gemeinsam Freizeit zu verbringen. Dazu gehören Lachen, Freude und einfach eine schöne Zeit zu haben, so die 58-Jährige.

Für die Familie ist Stefanie Sack „eine Perle“, die Entlastung bringt, Katharina aber auch in Richtung Selbständigkeit weiterhilft. Johannes und Simone Bauer hatten schon kurz nach der Geburt, als die Trisomie 21 festgestellt wurde, Kontakt zu einer Lebenshilfe-Mitarbeiterin. Als Katharina mit vier Jahren ein Pflegegrad zugestanden wurde, nahmen sie den FED in Anspruch – und konnten erstmals wieder „abends weggehen“.

Ein festgestellter Pflegegrad ist Voraussetzung für den FED, erklären Karin Schartl und Nina Klusmeier, die zuständigen Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe Landsberg. Dann können die Leistungen mit der Krankenkasse über die Verhinderungspflege bzw. den Entlastungsbetrag abgerechnet werden. Sie kümmern sich um die nötigen Formalien und übernehmen die Abrechnung mit den Krankenkassen. „Das ist eine große Entlastung“, so Simone Bauer.

Stefanie Sack

Wenn sich eine Familie an die Lebenshilfe wendet, suchen Karin Schartl und Nina Klusmeier einen örtlich und zeitlich passenden Ehrenamtlichen aus. Dann gibt es ein erstes gemeinsames Kennenlernen, um zu sehen, ob die „Chemie“ stimmt. Denn das ist ungeheuer wichtig, sind sich alle einig. Bei Katharina und Stefanie Sack klappte es auf Anhieb. „Alle haben aber auch das Recht, zu sagen, wenn es nicht passt“, betont die Ehrenamtliche, „das hat dann nichts mit Scheitern zu tun“.

Inzwischen gehört Stefanie Sack zur Familie. Seit vier Jahren schon kommt sie jeden Montag für ein paar Stunden zu Katharina, hilft aber auch einmal abends oder am Wochenende aus. Art und Umfang des FED, betonen Schartl und Klusmeier, machen Familie und Ehrenamtliche untereinander aus. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass eine gewisse Regelmäßigkeit sinnvoll für alle ist. „Dann sind auch Ausnahmen gut zu meistern“.

Katharinas Eltern sind froh über die Unterstützung. Die freie Zeit entlastet die Familie, da der Alltag durch Katharinas Entwicklungsverzögerung für die Eltern zeitintensiv ist. Dankbarkeit sei jedoch nicht notwendig, betont Stefanie Sack. Denn der FED ist für sie keine Verpflichtung, sondern eine Bereicherung für das eigene Leben. „Fast alle, die es ausprobiert und sich darauf eingelassen haben, meinten: ‚Das ist gut für mich, dabei bleibe ich‘“, so die 58-Jährige.

Sie würde sich wünschen, dass darüber noch mehr Kontakte entstehen, denn: „Leider haben viele Leute keine Begegnungsmöglichkeiten mit Menschen mit Behinderungen. Und wo es keine Berührungen gibt und etwas fremd ist, haben die Menschen Angst.“ Daniela Hollrotter

Derzeit nehmen etwa 80 Familien den Familienentlastenden Dienst (FED) der Lebenshilfe Landsberg in Anspruch. Dazu gibt es etwa 60 Ehrenamtliche, die eine Aufwandsentschädigung und Kilometergeld erhalten. Ehrenamtliche werden stets gesucht. Kontakt: Nina Klusmeier, Telefon 08191 9491-13, nina-klusmeier(at)lebenshilfe-landsberg.de.

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